Aktuelle Ausstellung:
15. September bis 9. November 2010
Martha Liebermann und Enkelin. Zur Restaurierung eines Gemäldes
Kabinettausstellung
Das Gemälde „Großmutter und Enkelin“ von 1922 gehört zu den eindringlichsten Familienporträts von Max Liebermann. Es zeigt die 67-jährige Martha Liebermann im weißen Sommerkleid mit der Enkelin Maria auf dem Schoß. Mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung konnte das Bild im Jahr 2008 für die Liebermann-Villa angekauft werden. Durch seine wechselvolle Geschichte und eine unsachgemäße Restaurierung in den 1950er Jahren war das Bild in einem beklagenswerten Zustand. Es wies beträchtliche Verwölbungen und Ablösungen der Malschicht sowie übermäßige Retuschen auf.
Durch umfangreiche Maßnahmen konnte die ursprüngliche Malschicht freigelegt und das Bild damit gerettet werden. Eine Kabinett-Ausstellung präsentiert nun das Gemälde und veranschaulicht die Schritte seiner aufwändigen Restaurierung.
Gespräch mit dem Diplom-Restaurator Oliver Max Wenske vor dem Gemälde
Termine:
19. Oktober, 16 Uhr
26. Oktober, 16 Uhr und
2. November, 16 Uhr
Eintritt: 6 € / 4 € erm.
Max. 15 Personen, Tickts nur im Vorverkauf an der Museumskasse oder über die Online-Buchung.
Noble Gäste.
Meisterwerke der Kunsthalle Bremen zu Gast in der Liebermann-Villa
Kabinettausstellung
Neun Liebermann-Meisterwerke aus dem Bestand der Kunsthalle Bremen sind vorübergehend als Noble Gäste in die Liebermann-Villa eingezogen. Gemälde, die nur wegen eines größeren Umbaus der Kunsthalle die Reise an den Wannsee antreten durften und unter normalen Umständen Bremen nicht verlassen, wie beispielsweise die Kuhhirtin von 1891-94. Das Gemälde ist nicht nur ein wichtiges Beispiel für Liebermanns Auseinandersetzung mit holländischen Motiven, der holländischen Landschaft und der malerischen Tradition. Es steht auch für die besondere Beziehung zwischen der Kunsthalle Bremen und dem Berliner Künstler: Die Kuhhirtin ist eines jener Werke, die der erste Direktor des Museums Gustav Pauli am Anfang des 20. Jahrhunderts in die Bremer Sammlung aufnahm. Zu den Noblen Gästen gehören auch Liebermanns Selbstportrait von 1916, seine berühmte Papageienallee aus dem Amsterdamer Zoo oder die Blumenterrasse aus dem Wannseegarten. Noch bis Mitte November sind Gemälde dieser einzigartigen Sammlung in der Liebermann-Villa zu sehen.
Vergangene Ausstellung:
25. April bis 6. September 2010
100 Jahre Liebermann-Villa. Die Idee vom Haus im Grünen
Sonderausstellung
Ein Landhaus, wie es sich ein Städter baut, sollte es sein, mit großem Garten und Bäumen, in deren Schatten er seine Modelle posieren lassen konnte. Schon lange träumte der Berliner Maler Max Liebermann von einem solchen Refugium. 1909 verwirklichte er schließlich diesen Traum. Er erwarb ein Wassergrundstück am Wannsee und schuf in seinem Sommerhaus mit Garten ein einmaliges Gesamtkunstwerk aus Architektur und Gartenkunst.
Der Bau der Liebermann-Villa fällt in die Zeit eines regelrechten Landhaus-Booms. Viele empfanden um 1900 das Bedürfnis nach einem kultivierten Leben im Einklang mit der Natur. Vor den Toren der Städte entstanden große Villen-Areale, so auch am Wannsee, wo in der sogenannten Colonie Alsen seit 1870 prächtige Anwesen gebaut wurden.
Die Jubiläums-Ausstellung Die Idee vom Haus im Grünen stellt mit einer Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Dokumenten die Geschichte der Liebermann-Villa und ihre Verankerung in der Landhaus-Bewegung um 1900 vor. Farbenprächtige Werke von Lovis Corinth, Max Slevogt, Leopold von Kalckreuth und Wilhelm Trübner zeigen, dass der Traum von einem Refugium im Grünen auch die Zeitgenossen bewegte.