Ausstellungen

Max Liebermann - Biergaerten und Caféterrassen

Von ländlicher Wirtschaft zu bürgerlicher Sommerfrische

Bis 12. September 2016

   








Max Liebermann
Gartenlokal an der Havel - Nikolskoe, 1916
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie,
Foto: Andres Kilger

 

Kaum ein Motiv ist so eindeutig mit dem Werk des deutschen Impressionisten Max Liebermann verbunden wie seine Darstellungen von Gartenlokalen, Biergärten und Caféterrassen. Das Motiv findet sich in allen Phasen von Liebermanns künstlerischem Schaffen, von seiner Münchner Zeit in den späten 1870er Jahren bis zu seinem Spätwerk. Zu Beginn seines künstlerischen Weges hatte es eine entscheidende Funktion bei der Entdeckung der impressionistischen Lichtmalerei, während es später zum festen Repertoire seiner Darstellungen des bürgerlichen Freizeitvergnügens gehörte.

Die Ausstellung zeigt die frühen Biergärten aus Liebermanns Münchner Zeit ebenso wie die impressionistischen Gemälde aus Holland und die Berliner Havelcafés aus Liebermanns Spätwerk. Sie dokumentiert am Beispiel dieses Werkkomplexes die Entdeckung des Lichts und die besondere Funktion des Motives bei der Entdeckung einer impressionistischen Bildsprache. Sie macht in der Veränderung der Motivauswahl aber zugleich auch deutlich, wie Max Liebermann auch mit seiner Malerei immer mehr in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft ankam. Ein separates Ausstellungskapitel mit Bier- und Cafégärten von anderen Künstlern der Berliner Secession trägt dazu bei, das Schaffen Liebermanns im Zeitkontext zu verstehen.

Max Liebermann - Die Gartenbilder

Dauerausstellung

  

 

 

    Max Liebermann
    Blick aus dem Nutzgarten nach Osten
    auf den Eingang des Landhauses, 1919
    © MLG, Foto: Julia Jungfer

 

Im Garten seines Sommerhauses am Wannsee entdeckte Max Liebermann entscheidende Motive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde und eine Vielzahl von Pastellen und Grafiken entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten Garten. Die Ausstellung zeigt einige der schönsten Gartengemälde Max Liebermanns am Ort ihrer Entstehung sowie Gemälde, Zeichnungen und Pastelle der Familie des Künstlers.

Waldemar Roesler - Ein Berliner Impressionist

16. Oktober 2016 bis 30. Januar 2017


 

 




 

 Waldemar Rösler
 Das blaue Beet, 1905
 © Privatbesitz

 

Der Tod des Malers Waldemar Rösler im Jahr 1916 beraubte – wie Max Liebermann bemerkte - „die deutsche Kunst um eine ihrer schönsten Hoffnungen“.

Geboren 1882 bei Dresden gehörte Rösler ab 1909 der von Liebermann gegründeten Berliner Secession an, in deren Ausstellungen er mit Landschaften nach Motiven aus dem Berliner Umland schnell bekannt wurde. Max Liebermann schätzte diese Landschaften und erkannte in ihnen „die eigene ursprüngliche Naturauffassung, die den großen künftigen Künstler verrät“.

Sein großes Potential konnte Waldemar Rösler aber nicht mehr ausschöpfen. Die Eindrücke als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg traumatisierten den Künstler so stark, dass er sich im Dezember 1916 das Leben nahm. 2016 jährt sich sein Todestag nun zum 100. Mal. 

Die Ausstellung „Waldemar Rösler: Ein Berliner Impressionist“ würdigt das heute in Vergessenheit geratene Werk des Malers miteiner Auswahl seiner Berliner Landschaftsgemälde. Ergänzend werden Selbstporträts und Bildnisse aus dem privaten Umfeld gezeigt, um den Platz des Künstlers in der Geschichte der Berliner Secession zurückzuerobern.

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