Die Max-Liebermann-Gesellschaft

Die Max Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V. wurde 1995 mit dem Ziel gegründet, Haus und Garten zu retten und zum Museum umzuwandeln. Nach zähem Kampf gelang es ihr, die Liebermann-Villa im Sommer 2002 zu übernehmen. Bei der Übernahme fand man Haus und Garten in einem beklagenswerten Zustand vor. Der Deutsche Unterwasser Club hatte das Haus zu einem Vereinsheim umgewandelt: mit Clubräumen und einer Bar im Erdgeschoss, einem eingemauerten Aquarium im Durchgang zwischen Esszimmer und Salon sowie einem großen Kinosaal im ersten Stock. Im Garten hatten sich kaum mehr als die Lindenhochhecke, die Kastanie und Fragmente der Hecken erhalten. Statt wohlproportionierter Gartenräume waren eine ungegliederte Rasenfläche, ein Parkplatz und wild gewachsene Fichten zu sehen. Bei der restauratorischen Bestandsaufnahme des Hauses konnten viele originale Farbreste, Teile des alten Parketts und Reste der historischen Dachziegel gesichert werden. Mit diesen Informationen war es möglich, das Haus originalgetreu wieder herzustellen. Der Garten wurde auf der Grundlage historischer Quellen und der Gemälde Max Liebermanns rekonstruiert. In einem ersten Bauabschnitt konnte 2003 der Stauden- und Bauerngarten wieder hergestellt werden. Im selben Jahr wurde der berühmte Birkenweg neu angelegt. Als letztes konnten die drei Heckengärten mit ihren markanten Heckentoren und der Teepavillon am Wannseeufer wieder errichtet werden. Die Liebermann-Villa und ihr Garten wurden 2006 als Museum eröffnet.

Nach einer langen Verhandlungsphase konnte mit Unterstützung des Bundes 2013 der noch fehlende Teil des Gartens wieder in das Grundstück eingegliedert werden. Die darauf liegenden Teile der Liebermann-Heckengärten wurden rekonstruiert. Im Mai 2014 war schließlich auch die Rekonstruktion des Liebermann-Steges abgeschlossen.

Die Rettung der Liebermann-Villa ist beispiellosem bürgerlichem Engagement zu verdanken. Ohne großzügige Spenden von Stiftungen und Privatpersonen sowie die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V. wäre das nicht möglich gewesen. Für diese Leistung erhielt die Max-Liebermann- Gesellschaft Berlin im April 2008 den European Heritage Award, den Europäischen Denkmalschutzpreis. Doch auch in Zukunft sind Mitgliedsbeiträge, Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit in großem Umfang nötig, um den Betrieb und die Erhaltung der denkmalgeschützten Villen- und Gartenanlage sicherzustellen, denn die Liebermann-Villa bekommt keine öffentlichen Mittel. Sämtliche Kosten für den Erhalt des Hauses und den Betrieb des Museums müssen selbst aufgebracht werden. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich entschließen könnten, bei uns Mitglied zu werden und sich auf diese Weise dauerhaft für die Liebermann-Villa zu engagieren.

Wenn Sie Mitglied der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V. werden und unsere Zielsetzungen unterstützen möchten, klicken Sie hier.