Liebermann-Villa am Wannsee
Künstlerhaus, Garten und Museum

1909 ließ sich Max Liebermann ein Sommerhaus am Wannsee bauen, das er stolz sein »Schloß am See« nannte. Hier fand er die nötige Ruhe von dem Betrieb der Großstadt und die entscheidenden Motive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten fast 7000 Quadratmeter großen Garten.

Seit der denkmalgerechten Wiederherstellung von Haus und Garten (2002 – 2006) ist die Liebermann-Villa dauerhaft als Museum für Besucher geöffnet. Eine Kunstausstellung im Obergeschoss zeigt Gemälde, Pastelle und Grafiken Max Liebermanns. Im Mittelpunkt stehen dabei seine in Wannsee entstandenen Werke: Bilder von der Blumenterrasse, vom Staudengarten sowie vom Birkenhain und der sich zum Wannsee erstreckenden großen Rasenfläche. Die Ausstellung bietet dem Besucher die einmalige Möglichkeit, die Werke Liebermanns am Ort ihrer Entstehung und in unmittelbarer Nähe zu ihren Motiven zu erleben. Es genügt ein Blick aus dem Fenster, um die Unmittelbarkeit der Blumenpracht, die den Künstler inspirierte, selbst zu erfahren.

Im Erdgeschoß informieren eine Dokumentationsausstellung sowie eine Medieneinheit über das Leben der Familie Max Liebermanns und über das wechselvolle Schicksal des Hauses.

Der Garten ist heute so wiederhergestellt, wie Max Liebermann ihn damals unterstützt von dem Leiter der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, plante.

Auf der Gartenterrasse der Villa kann man den Blick über Garten und Wannsee schweifen lassen und bei warmen oder kalten Getränken und Kuchen aus dem Café Max die besondere Atmosphäre von Max Liebermanns »Schloß am See« genießen.